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Glossar

In diesem Glossar erklären wir die wichtigsten Begriffe rund um Digitaldecoder für die Modelleisenbahn – von den Grundlagen bis zu den technischen Details.

Grundbegriffe

D&H (Doehler & Haass)
Doehler & Haass Steuerungssysteme GmbH & Co. KG mit Geschäftsführung und Vertrieb in Pliening bei München. Seit der Gründung 1975 entwickelt und fertigt D&H Komponenten für die digitale Modellbahnsteuerung – die Fertigung erfolgt seit vielen Jahren am Standort Frankfurt am Main. 1982 präsentierte TRIX das von D&H entwickelte SelecTRIX-System, das erste Digitalsystem mit Lastregelung. 1984 folgte der weltweit kleinste Lokdecoder dank eigener ASIC-Entwicklung. D&H ist stimmberechtigtes Mitglied der RailCommunity und Mitglied der NMRA (Hersteller-ID 97). Die Decoder unterstützen SX1, SX2, DCC, MM, ABC und RailCom.
Bekannt ist D&H für die Motorregelung Super-Soft-Drive (SSD)® und bietet kostenfreie Firmware-Updates sowie kostenlose Soundprojekte zum Download an.
Decoder
Ein kleiner Elektronikbaustein, der in ein Modellbahnfahrzeug eingebaut wird und es ermöglicht, die Lokomotive individuell über eine Digitalzentrale zu steuern. Der Decoder empfängt Befehle vom Gleissignal und setzt sie in Aktionen um: Motor drehen, Licht schalten, Sound abspielen. Ohne Decoder kann ein Fahrzeug im Digitalbetrieb nicht gezielt angesteuert werden.
Wichtige Decoder-Typen: Lokdecoder, Sounddecoder, Funktionsdecoder (Fahrzeug), Funktionsdecoder (stationär).
Lokdecoder (Fahrzeugdecoder)
Ein Decoder, der den Motor eines Modellbahnfahrzeugs steuert und regelt. Er ermöglicht vorbildgerechtes Anfahren, Bremsen und Fahren mit konstanter Geschwindigkeit unabhängig von der Belastung (Steigung, Kurven). Zusätzlich schaltet er Licht- und Zusatzfunktionen. Bei Doehler & Haass beginnen die Typenbezeichnungen der aktuellen Lokdecoder mit DH oder PD. Decoder mit dem Präfix DHSP besitzen zusätzlich einen integrierten Energiespeicher.
Sounddecoder (Fahrzeugsounddecoder)
Ein Lokdecoder mit eingebautem Soundsystem. Er steuert den Motor und gibt gleichzeitig originalgetreue Geräusche wieder: Motorlauf, Pfiff, Bremsenquietschen, Ansagen und vieles mehr. Die Geräusche werden in einem Soundprojekt gespeichert und können per Funktionstaste oder automatisch ausgelöst werden. Typenbezeichnungen bei D&H: SD.
Soundmodul (Fahrzeugsoundmodul)
Ein eigenständiges Soundsystem ohne eigene Motorsteuerung. Es wird über die SUSI-Schnittstelle an einen vorhandenen Lokdecoder angeschlossen und erhält von diesem die Fahrdaten. Ein Soundmodul ist sinnvoll, wenn bereits ein Lokdecoder vorhanden ist und nachträglich Sound hinzugefügt werden soll. Typenbezeichnungen bei D&H: SH.
Funktionsdecoder (Fahrzeugfunktionsdecoder)
Ein Decoder für Fahrzeuge ohne Motor – zum Beispiel beleuchtete Personenwagen, Steuerwagen oder Kranwagen. Er schaltet Licht- und Sonderfunktionen und reagiert auf Fahrtrichtung und Geschwindigkeit des Zuges. Typenbezeichnungen bei D&H: FH.
Funktionsdecoder (stationär)
Ein Decoder, der nicht in ein Fahrzeug eingebaut wird, sondern unter der Anlage montiert ist. Er steuert Weichen, Signale, Beleuchtungen und andere stationäre Verbraucher. Nicht zu verwechseln mit dem Fahrzeugfunktionsdecoder.
Digitalbetrieb / Analogbetrieb
Analogbetrieb: Die Geschwindigkeit des Fahrzeugs wird über die Höhe der Spannung am Gleis geregelt – mehr Spannung bedeutet schneller. Alle Fahrzeuge auf demselben Gleisabschnitt fahren gleich schnell. Licht und Funktionen können nicht unabhängig geschaltet werden. Es gibt zwei Varianten:
DC-analog (Gleichspannung): Die Fahrtrichtung wird durch die Polarität am Gleis bestimmt – Umpolen bedeutet Richtungswechsel. Die meisten D&H-Decoder unterstützen DC-analog.
AC-analog (Wechselspannung): Die Fahrtrichtung wird durch einen Überspannungsimpuls (24 Volt und mehr) gewechselt – wie bei klassischen Märklin-Trafos. Achtung: Nur bestimmte Decoder dürfen mit AC-analog betrieben werden – bei nicht geeigneten Decodern kann der Überspannungsimpuls den Decoder zerstören! Bei D&H unterstützen die Typen DH21A/B, DH22A/B und FH22A den AC-Analogbetrieb (siehe technische Daten des jeweiligen Produkts).
Digitalbetrieb: Am Gleis liegt eine konstante Spannung mit eincodierten Datenpaketen. Jedes Fahrzeug hat einen Decoder mit eigener Adresse und reagiert nur auf die für es bestimmten Befehle. Mehrere Fahrzeuge können auf demselben Gleis unabhängig voneinander gesteuert werden.
Adresse (Lokadresse)
Jeder Decoder hat eine eindeutige Nummer – seine Adresse. Die Digitalzentrale sendet Befehle an diese Adresse, und nur der Decoder mit der passenden Adresse reagiert darauf. So können viele Fahrzeuge auf demselben Gleis unabhängig gesteuert werden. Die Adresse wird bei der Programmierung des Decoders festgelegt.
CV (Configuration Variable)
Ein Speicherplatz im Decoder, in dem eine Einstellung gespeichert ist. Jede CV hat eine Nummer und einen Wert. Durch Ändern des Werts in einer bestimmten CV lässt sich das Verhalten des Decoders anpassen – zum Beispiel die Adresse (CV 1), die Höchstgeschwindigkeit (CV 5) oder die Beschleunigungszeit (CV 3).
Der Begriff stammt aus dem DCC-Standard. Bei SX2 heißen die Speicherplätze „Parameter“ (abgekürzt par), funktionieren aber genauso. Achtung: Die Nummern von CVs und Parametern sind nicht identisch! Beispiele: CV 1 (Adresse) → par003, CV 5 (Höchstgeschwindigkeit) → par013, CV 3 (Beschleunigung) → par011, CV 4 (Bremszeit) → par012, CV 17/18 (lange Adresse) → par001/002. Die vollständige Zuordnung finden Sie in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Decoders.
Tipp: Mit der Soundprojekteditor-Software können Sie alle Einstellungen grafisch am PC vornehmen, ohne CV-Nummern oder Werte nachschlagen zu müssen.
Fahrstufe
Die Geschwindigkeitsstufe, die die Digitalzentrale an den Decoder sendet. Je höher die Fahrstufe, desto schneller fährt das Modell. Bei DCC sind 14, 28 oder 126 Fahrstufen möglich (126 ist heute Standard). Bei SX1 sind es 31, bei SX2 127 Fahrstufen.
Hinweis: D&H-Decoder rechnen intern immer mit 127 Fahrstufen um, unabhängig davon, wie viele Fahrstufen die Zentrale sendet. Dadurch gibt es keine Qualitätsunterschiede zwischen den Digitalformaten.
Funktionstaste (F0, F1, F2, ...)
Eine Taste an der Digitalzentrale oder am Handregler, mit der eine bestimmte Funktion des Decoders ein- oder ausgeschaltet wird. F0 ist meistens das Licht, F1–F28 (oder mehr) steuern Zusatzfunktionen wie Schlusslicht, Sound, Rangiergang oder Abblendlicht.
Wichtig: Funktionstasten und Funktionsausgänge sind nicht dasselbe! Die Funktionstaste ist das, was Sie an der Zentrale drücken. Der Funktionsausgang ist der physische Anschluss am Decoder, an dem z.B. eine LED angeschlossen ist. Über das Function Mapping wird festgelegt, welche Taste welchen Ausgang schaltet.
Programmierung
Das Ändern von Einstellungen (CV-Werten) im Decoder. Es gibt verschiedene Verfahren:
Programmiergleis (Service Mode): Der Decoder wird auf einem separaten Gleisabschnitt programmiert, der nicht mit der Anlage verbunden ist. Sicherste Methode, da nur ein einzelner Decoder angesprochen wird.
POM (Programming on the Main): Der Decoder wird direkt auf der Anlage während des Betriebs programmiert – schnell und bequem.
Bei D&H kann die Programmierung auch über den Programmer (ein USB-Gerät) am PC erfolgen. Mit der zugehörigen Soundprojekteditor-Software lassen sich alle Einstellungen grafisch am Bildschirm vornehmen – ohne CV-Nummern oder Werte mühsam nachschlagen zu müssen.
Firmware / Firmware-Update
Die Software, die im Decoder gespeichert ist und sein Verhalten steuert. Durch ein Firmware-Update kann der Decoder neue Funktionen erhalten oder Fehler behoben werden – ähnlich wie ein Software-Update auf dem Smartphone. Bei D&H ist der Firmware-Download aus dem Internet kostenlos. Für die Durchführung wird die Update-Software (kostenloser Download) und ein Programmer benötigt.
Anschlussvariante (-0, -1, -2, -3, -4, -5)
Die Ziffer am Ende einer Produktbezeichnung gibt an, wie der Decoder elektrisch angeschlossen wird:
-0: Ohne Anschlussdrähte (Lötpads zum Selbstanschluss)
-1: Mit Flachbandkabel für NEM 651
-2: Mit Anschlusskabel für NEM 652
-3: Mit Anschlusslitzen (zum freien Verlöten)
-4: Mit Steckverbinder (z.B. PluX, mtc21, NEM 651 Stiftleiste)
-5: Für die 21-polige Schnittstelle nach NEM 660/RCN-121
Nicht alle Varianten existieren für jedes Produkt.
Generation (Gen1, Gen2, Gen3)
Wenn ein Decoder-Typ überarbeitet wird, erhält die neue Version eine höhere Generationsnummer. Neuere Generationen bieten in der Regel verbesserte technische Daten (z.B. höhere Spannungsfestigkeit, mehr Funktionsausgänge, größere Pufferkapazität) bei gleicher oder geringerer Baugröße. Die Anschlussvarianten und das Digitalformat bleiben kompatibel.
RailCommunity (VHDM e.V.)
Der Verband der Hersteller Digitaler Modellbahnprodukte e.V. – ein Zusammenschluss europäischer Hersteller, der technische Normen für digitale Modellbahnsysteme erarbeitet. Die RailCommunity veröffentlicht die RCN-Normen (RailCommunity-Normen), die unter anderem DCC, SUSI und die verschiedenen Decoder-Schnittstellen spezifizieren. D&H ist stimmberechtigtes Mitglied der RailCommunity und gestaltet diese Normen aktiv mit.
Webseite: railcommunity.de
MOROP
Die europäische Dachorganisation der Modellbahnverbände. Der MOROP veröffentlicht die NEM-Normen (Normen Europäischer Modellbahnen), die unter anderem mechanische Maße, Gleisgeometrie und auch digitale Schnittstellen wie NEM 651, NEM 652 und NEM 660 definieren. In der Praxis werden die NEM-Normen für digitale Technik zunehmend durch die detaillierteren RCN-Normen der RailCommunity ergänzt und konkretisiert.
NMRA (National Model Railroad Association)
Der nordamerikanische Modellbahnverband, der die S-Normen (Standards) für DCC herausgibt. Die NMRA hat das DCC-Format ursprünglich standardisiert (S-9.1, S-9.2). Hersteller erhalten von der NMRA eine eindeutige Hersteller-ID – D&H hat die Hersteller-ID 97. D&H ist Mitglied der NMRA.

Digitalformate

DCC (Digital Command Control)
Das international am weitesten verbreitete Digitalformat für Modellbahnen. DCC wird in Nordamerika durch die NMRA und in Europa durch die RailCommunity genormt. DCC ermöglicht bis zu 10.239 Adressen, 126 Fahrstufen und bis zu 28 Funktionstasten. Die meisten heute erhältlichen Decoder und Digitalsysteme unterstützen DCC. Alle D&H-Decoder unterstützen DCC.
SX1 (SelecTRIX 1)
Ein älteres, aber zuverlässiges Digitalformat, entwickelt von der Firma Doehler & Haass in den 1980er Jahren unter dem Markennamen SelecTRIX®. SX1 bietet 112 Adressen und 31 Fahrstufen. Ein Vorteil: Nach einer Kontaktstörung erhalten alle Fahrzeuge innerhalb von 80 ms ihre Daten erneut. SX1-Programmierung wird heute durch die komfortablere SX2-Parameterprogrammierung ersetzt.
SX2 (SelecTRIX 2)
Die Weiterentwicklung von SX1 mit 10.000 Adressen, 127 Fahrstufen und bis zu 32 Funktionstasten (sofern Zentrale, Decoder und Handregler/PC-Software dies unterstützen). SX2 ermöglicht POM (Programmierung während des Betriebs). Die Einstellungen des Decoders werden als „Parameter“ (par) bezeichnet. Die par-Nummern entsprechen nicht direkt den CV-Nummern bei DCC – die Zuordnung finden Sie in der Bedienungsanleitung.
MM (Märklin Motorola)
Ein von Märklin verwendetes Digitalformat, basierend auf dem Motorola-Protokoll. Es gibt zwei Versionen:
MM1: 80 Adressen, 14 Fahrstufen und die Lichtfunktion (F0). Es gibt keine absolute Fahrtrichtung – nur einen Umschaltimpuls (wie früher am analogen Wechselspannungstrafo).
MM2: 80 Adressen, 14 Fahrstufen (manche Decoder/Zentralen unterstützen auch 28 Fahrstufen oder 255 Adressen), Licht (F0) und vier Funktionstasten (F1–F4). Durch Zusatzadressen können weitere Funktionen geschaltet werden: zweite Adresse F5–F8, dritte Adresse F9–F12 usw. MM2 ist abwärtskompatibel – ein MM1-Decoder reagiert auch auf MM2-Fahrdaten, ignoriert aber die zusätzlichen Funktionstasten.
Der Decoder erkennt automatisch, ob er mit MM1 oder MM2 angesprochen wird – eine manuelle Einstellung ist nicht erforderlich.
D&H-Decoder der DH- und SD-Serie unterstützen MM. Die PD-Serie (preisgünstigere Decoder) unterstützt MM nicht.
Multiprotokoll
Die Fähigkeit eines Decoders, mehrere Digitalformate (DCC, SX1, SX2, MM) zu verstehen. Bei D&H-Decodern bestimmt die Art der letzten Programmierung, welches Format der Decoder verwendet:
• Nach einer SX1-Programmierung: Der Decoder arbeitet im SX1-Betrieb.
• Nach einer SX2-Programmierung: Der Decoder arbeitet im SX1- oder SX2-Betrieb.
• Nach einer DCC-Programmierung: Der Decoder arbeitet im DCC- oder MM-Betrieb.
In einem Multiprotokoll-Digitalsystem können Fahrzeuge mit unterschiedlichen Formaten gleichzeitig auf derselben Anlage betrieben werden.
POM (Programming on the Main)
Programmierung während des Betriebs – der Decoder kann direkt auf der Anlage umprogrammiert werden, ohne das Fahrzeug auf ein separates Programmiergleis stellen zu müssen. POM ist bei DCC und SX2 möglich. Vorteil: Das Ergebnis einer Änderung (z.B. Geschwindigkeit, Lichtverhalten) ist sofort sichtbar.

Schnittstellen und Stecker

Die Schnittstelle bestimmt, wie der Decoder mechanisch und elektrisch mit dem Fahrzeug verbunden wird. Es gibt genormte Schnittstellen, die von verschiedenen Normungsgremien definiert werden: MOROP (NEM-Nummern), RailCommunity/VHDM (RCN-Nummern) und NMRA (S-Nummern).

NEM 651 – 6-polige Schnittstelle
MOROP: NEM 651 | NMRA: S-9.1.1
Die kleinste genormte Decoder-Schnittstelle mit 6 Kontakten. Entwickelt für die Spurweiten N und TT, wo wenig Platz vorhanden ist. Der Decoder wird über ein kurzes Flachbandkabel oder eine Stiftleiste direkt auf die Fahrzeugplatine gesteckt. Die 6 Anschlüsse sind: 2× Gleis, 2× Motor, 2× Licht (vorne/hinten). Es gibt keinen gemeinsamen Rückleiter und keine Zusatzausgänge.
Bei D&H: Anschlussvariante -1 (Flachbandkabel, z.B. DH10C-1, PD05A-1) oder -4 (Stiftleiste auf dem Decoder, z.B. DH10C-4, PD05A-4).
NEM 652 – 8-polige Schnittstelle
MOROP: NEM 652 | NMRA: S-9.1.1
Die früher am weitesten verbreitete Decoder-Schnittstelle mit 8 Kontakten, heute weitgehend durch modernere Schnittstellen abgelöst. Hauptsächlich in H0-Fahrzeugen zu finden. Der Decoder wird über ein mehrfarbiges Kabel mit einem 8-poligen Stecker an die Fahrzeugplatine angeschlossen. Die 8 Anschlüsse sind: 2× Gleis, 2× Motor, 2× Licht (vorne/hinten), 1× Zusatzausgang (AUX1), 1× gemeinsamer Rückleiter.
Bei D&H: Anschlussvariante -2 (z.B. DH16A-2, DH22B-2, SD16A-2).
PluX16 / PluX22 – Steckschnittstellen
MOROP: NEM 658 | RailCommunity: RCN-122 | NMRA: S-9.1.1.4
Eine Familie von Steckschnittstellen mit 16 oder 22 Kontaktstiften. Der Decoder wird direkt in eine Buchse auf der Fahrzeugplatine gesteckt – kein Löten, kein Kabel. Je mehr Kontakte, desto mehr Funktionsausgänge stehen zur Verfügung.
PluX16 wird meistens in H0-Fahrzeugen eingesetzt, selten auch in N oder TT. PluX22 bietet die meisten Ausgänge und wird für größere H0-Lokomotiven mit vielen Licht- und Sonderfunktionen verwendet. Beide Varianten besitzen einen direkten Kondensatoranschluss für einen Energiespeicher.
Hinweis: PluX8 ist als Norm zurückgezogen. PluX12 wurde früher oft in TT-Fahrzeugen eingesetzt, ist aber für Neuentwicklungen nicht mehr vorgesehen.
Bei D&H: Anschlussvariante -4 (z.B. DH16A-4 = PluX16, DH22B-4 = PluX22).
Next18 – 18-polige Steckschnittstelle
MOROP: NEM 662 | RailCommunity: RCN-118 | NMRA: S-9.1.1.5
Eine kompakte Steckschnittstelle mit 18 Kontakten, speziell für kleine Spurweiten (N, TT) und enge Einbauverhältnisse entwickelt. Der Decoder wird in eine Buchse auf der Fahrzeugplatine gesteckt. Trotz der geringen Größe bietet Next18 viele Funktionsausgänge und einen Anschluss für Lautsprecher.
Bei D&H: Produkte mit eigenem Next18-Stecker tragen die Bezeichnung ohne Anschlussvarianten-Suffix (z.B. DH18A, SD18A, FH18A, PD18A).
21-polige Schnittstelle (mtc21 / NEM 660 / RCN-121)
MOROP: NEM 660 | RailCommunity: RCN-121 | NMRA: S-9.1.1.3
Eine große Steckschnittstelle mit 21 Kontaktstiften für H0-Lokomotiven mit vielen Funktionen. Achtung: Es gibt zwei verschiedene Pinbelegungen!
mtc21 (Märklin/TRIX): Die originale Belegung von Märklin. Bei D&H z. B. PD21A-4, DH21B-4, SD21A-4.
NEM 660 / RCN-121: Die genormte Belegung nach MOROP/RailCommunity, die sich in einigen Pins von mtc21 unterscheidet. Bei D&H z. B. DH21B-5, SD21A-5.
Bitte prüfen Sie vor dem Kauf, welche Belegung Ihr Fahrzeug verwendet!
mTc14 – 14-polige Schnittstelle
RailCommunity: RCN-114
Eine Steckschnittstelle mit 14 Kontakten. Wird insbesondere bei Minitrix-Lokomotiven (Spur N) verbaut.
Bei D&H: z.B. DH14B.
E24 – 24-polige Schnittstelle
MOROP: NEM 664 | RailCommunity: RCN-124
Eine neuere Steckschnittstelle mit 24 Kontakten für Decoder mit besonders vielen Funktionsausgängen und direktem Kondensatoranschluss. Geeignet für die Spurweiten N und TT. Bei D&H: der Decoder DH24A.
SUSI (Serial User Standard Interface)
Eine serielle Schnittstelle zur Verbindung eines Lokdecoders mit externen Modulen – vor allem Soundmodulen und Energiespeichern. SUSI wurde ursprünglich von der Firma Dietz entwickelt und wird heute von der RailCommunity aktiv weiterentwickelt. D&H war einer der ersten Decoderhersteller, der diese Schnittstelle in seine Decoder integriert hat. Der Lokdecoder übergibt über SUSI die aktuellen Fahrdaten (Geschwindigkeit, Richtung, aktive Funktionen) an das angeschlossene Modul.
Bei einigen D&H-Decodern kann die SUSI-Schnittstelle deaktiviert werden, um stattdessen die SUSI-Pins als unverstärkte Funktionsausgänge zu nutzen. Je nach Decoder sind das AUX3/AUX4, AUX5/AUX6 oder AUX11/AUX12 – die genaue Zuordnung entnehmen Sie bitte der jeweiligen Produktseite.
Lötpads
Kleine, metallisierte Flächen auf der Oberfläche des Decoders, an die Anschlussdrähte angelötet werden können. Die Anschlussvariante -0 besitzt nur Lötpads und keine Kabel oder Stecker – hier muss der Anwender die Verbindungen selbst herstellen. Lötpads bieten maximale Flexibilität beim Einbau.

Funktionsausgänge

LV / LR (Licht vorne / Licht hinten)
Die beiden Hauptlichtausgänge des Decoders. LV schaltet das weiße Spitzenlicht in Fahrtrichtung vorwärts, LR das weiße Spitzenlicht in Fahrtrichtung rückwärts. Im Auslieferungszustand wechseln sie automatisch mit der Fahrtrichtung und werden über die Funktionstaste F0 (Licht) geschaltet. Wie alle Ausgänge können LV und LR über das Function Mapping frei einer anderen Funktionstaste zugeordnet werden.
AUX1 bis AUX8 (Zusatzausgänge)
Zusätzliche Ausgänge des Decoders zum Schalten von Licht, Rauchgeneratoren, Kupplungen oder anderen Funktionen. Je nach Decodertyp stehen bis zu 8 Zusatzausgänge zur Verfügung. Die Ausgänge können verstärkt (mit Leistungsendstufe, z.B. 300 mA oder 1,0 A) oder unverstärkt (nur Logikpegel, benötigt externe Transistoren) ausgeführt sein. Welcher AUX welche Funktion hat, wird über das Function Mapping festgelegt.
Verstärkt / Unverstärkt
Verstärkt: Der Funktionsausgang kann direkt eine LED, Glühlampe oder einen kleinen Motor ansteuern (typisch 150 mA bis 1,0 A).
Unverstärkt: Der Ausgang liefert nur ein schwaches Steuersignal (Logikpegel). Um damit eine LED oder Lampe zu schalten, wird ein externer Transistor benötigt.
Dimmbar
Ein dimmbarer Funktionsausgang kann nicht nur ein- und ausgeschaltet, sondern in seiner Helligkeit stufenlos eingestellt werden. Dies ermöglicht zum Beispiel ein vorbildgerechtes Abdimmen der Innenbeleuchtung oder ein sanftes Ein-/Ausblenden des Lichts. Die Helligkeits-Einstellung erfolgt über CV-Werte.
Function Mapping (Funktionszuordnung)
Die Zuordnung, welche Funktionstaste (F0, F1, F2, ...) welchen Funktionsausgang (LV, LR, AUX1, ...) schaltet. Im Auslieferungszustand ist eine Standard-Zuordnung eingestellt (z.B. F0 = Licht, F1 = AUX1). Diese Zuordnung kann über CV-Werte frei verändert werden – so kann zum Beispiel F3 statt AUX3 den Rangiergang schalten.
Rangiergang
Eine Sonderfunktion, die die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs vorübergehend reduziert. Das erlaubt feinfühligeres Rangieren bei niedrigen Geschwindigkeiten. Der Rangiergang wird über eine Funktionstaste ein- und ausgeschaltet (standardmäßig F4). Die Höhe der Reduzierung ist bei D&H-Decodern frei per CV einstellbar – sie kann auch über der normalen Höchstgeschwindigkeit liegen.
Abblendlicht
Eine Sonderfunktion, die die Helligkeit des Spitzenlichts verändert – ähnlich dem Abblendlicht beim Auto. Wird beim Vorbild im Bahnhofsbereich oder bei Begegnungsverkehr verwendet. Standardmäßig auf F8. Die Helligkeit ist bei D&H-Decodern frei per CV einstellbar – sie kann sowohl niedriger als auch höher als die normale Lichthelligkeit sein.

Motorregelung

Super-Soft-Drive (SSD)
Das von Doehler & Haass entwickelte und als Warenzeichen geschützte Motoransteuerungs- und Regelungsverfahren. Es bildet eine untrennbare Einheit aus Motoransteuerung und Lastregelung und ist in einem speziellen Baustein (ASIC) realisiert. Super-Soft-Drive sorgt für besonders feines, ruckelfreies Fahrverhalten.
Lastregelung (Motorregelung)
Die automatische Geschwindigkeitsregelung des Motors. Der Decoder misst ständig die tatsächliche Drehzahl des Motors (per Gegen-EMK) und passt die Leistung an, damit das Fahrzeug auch bei Steigungen, in Kurven oder mit schweren Anhängelasten konstant schnell fährt. Bei D&H-Decodern kann die Lastregelung nicht ausgeschaltet werden – sie ist integraler Bestandteil von Super-Soft-Drive.
Gegen-EMK (Gegenelektromotorische Kraft)
Wenn ein Elektromotor dreht, erzeugt er gleichzeitig eine Spannung – die Gegen-EMK. Je schneller der Motor dreht, desto höher ist diese Spannung. Der Decoder nutzt diesen Effekt, um die aktuelle Geschwindigkeit des Motors zu messen, ohne einen zusätzlichen Sensor zu benötigen. Dazu schaltet er den Motorstrom kurz ab und misst die vom Motor erzeugte Spannung.
PWM (Pulsweitenmodulation)
Ein Verfahren zur Steuerung der Motorleistung. Statt die Spannung am Motor zu verändern, wird die volle Spannung in schneller Folge ein- und ausgeschaltet. Je länger die „Ein“-Phase im Verhältnis zur „Aus“-Phase dauert (= Tastgrad), desto mehr Leistung erhält der Motor. Dies geschieht so schnell (16 oder 32 kHz), dass der Motor die einzelnen Impulse nicht als Ruckeln wahrnimmt.
Kennlinie
Der Zusammenhang zwischen Fahrstufe und Geschwindigkeit. Bei einer linearen Kennlinie ist der Geschwindigkeitszuwachs pro Fahrstufe immer gleich. Bei einer gekrümmten Kennlinie sind die unteren Fahrstufen feiner aufgelöst (mehr Kontrolle bei niedrigen Geschwindigkeiten). D&H-Decoder bieten 8 voreingestellte Kennlinien (CV 48, Werte 0–7).
Glockenankermotor
Ein besonders hochwertiger, sehr leise laufender Modellbahnmotor mit geringer Massenträgheit. Er ermöglicht extrem feines Fahren, reagiert aber empfindlicher auf die Einstellungen der Motorregelung. Für Glockenankermotoren empfiehlt D&H eine angepasste Regelvariante.
Regelvariante
Eine voreingestellte Kombination von Regelparametern (Impulsbreite, Messzeit, Proportional- und Integralteil), die für einen bestimmten Motortyp optimiert ist. D&H-Decoder bieten drei Regelvarianten (1–3) plus eine frei konfigurierbare Variante (0). Variante 2 ist für die meisten Motoren ein guter Ausgangspunkt. Eingestellt wird die Regelvariante in CV 50 (par052).

Bremsen

Bremsabschnitt / Bremsstrecke
Ein Gleisabschnitt, in dem Fahrzeuge automatisch abbremsen und anhalten – zum Beispiel vor einem roten Signal. Der Decoder erkennt den Bremsabschnitt durch ein verändertes Gleissignal und leitet eigenständig eine Bremsung ein. Es gibt verschiedene Verfahren:
Asymmetrische Digitalspannung
Ein Bremsverfahren, bei dem die Gleissignal-Spannung in einer Richtung etwas niedriger ist als in der anderen. Der Decoder erkennt diese Asymmetrie und bremst das Fahrzeug ab. Zum Erzeugen der Asymmetrie werden Dioden in den Gleisanschluss geschaltet (4 Siliziumdioden + 1 Schottkydiode) oder das Bremsmodul von D&H verwendet. Dieses Verfahren ist auch unter dem Namen ABC bekannt.
ABC (Automatic Braking Control)
Ein Bremsverfahren auf Basis der asymmetrischen Digitalspannung, ursprünglich von der schweizerischen Firma UMELEC entwickelt. Durch die Firma Lenz wurde es populär gemacht und um die Langsamfahrt-Funktion erweitert. D&H-Decoder mit dem Vermerk „ABC-tauglich“ unterstützen dieses Verfahren.
Vorteile von ABC: Da das Gleissignal im Bremsabschnitt weiterhin digital bleibt (nur asymmetrisch), kann das Fahrzeug vom roten Signal rückwärts wegfahren, alle Funktionen (Sound, Licht usw.) bleiben schaltbar, und durch Aktivierung des Rangiergangs oder der MAN-Taste kann das Fahrzeug das rote Signal überfahren.
MAN-Taste (Manuell)
Eine Funktionstaste, die das automatische Bremsen im Bremsabschnitt vorübergehend außer Kraft setzt. Solange die MAN-Taste aktiviert ist, fährt das Fahrzeug über das rote Signal hinweg – nützlich zum Beispiel bei Störungen. Im Gegensatz zum Rangiergang, der ebenfalls das Bremsen außer Kraft setzt, verändert MAN die Geschwindigkeit nicht.
Die MAN-Funktion wurde ursprünglich von der österreichischen Firma ZIMO eingeführt und wird von D&H-Decodern ebenfalls unterstützt.
SX-Bremsdiode
Ein Bremsverfahren speziell für den SX-Betrieb. Dabei wird eine einzelne Diode (Silizium- oder Schottkydiode) in Reihe zum Gleisanschluss im Bremsabschnitt geschaltet. Die Diode unterdrückt eine Hälfte des Gleissignals, wodurch der Decoder das Bremsen erkennt. Im Gegensatz zur Asymmetrie-Bremsstrecke (5 Dioden) wird hier nur eine einzige Diode benötigt.
Bremsgenerator (DCC)
Ein stationäres Gerät, das im Bremsabschnitt das Gleissignal der Zentrale überschreibt und stattdessen ein eigenes DCC-Signal mit Fahrstufe 0 (Halt) aussendet. Jeder DCC-fähige Decoder bremst daraufhin – der Decoder muss dafür kein spezielles Bremsverfahren beherrschen. Manche Bremsgeneratoren können auch gezielt eine bestimmte Fahrstufe senden (z.B. für Langsamfahrt).
Nachteil: Da im Bremsabschnitt ein anderes Digitalsignal anliegt als auf dem Rest der Anlage, besteht an der Trennstelle Kurzschlussgefahr, wenn ein Fahrzeug mit seinen Rädern beide Abschnitte gleichzeitig überbrückt. Diese Kurzschlüsse sind in der Regel kurzzeitig, können aber bei empfindlichen Zentralen zur Abschaltung führen. Außerdem können im Halteabschnitt keine Funktionen (Sound, Licht) mehr über die eigene Zentrale geschaltet werden, da deren Signal dort nicht mehr ankommt.
HLU (Halt / Langsam / Ultralangsam)
Ein von der österreichischen Firma ZIMO entwickeltes Bremsverfahren. Im Gegensatz zu ABC arbeitet HLU nicht mit asymmetrischer Spannung, sondern mit einem eigenen Protokoll: Ein spezielles ZIMO-Gleisabschnittsmodul (z. B. MX9 oder StEin) verändert das DCC-Signal in den Halteabschnitten gezielt, sodass der Decoder zwischen den Stufen Halt, Langsam und Ultralangsam unterscheiden kann. Die konkrete Geschwindigkeit für jede Stufe ist im Decoder einstellbar. Bis heute werden fünf Geschwindigkeitsstufen plus Halt und Nothalt genutzt.
Da das Gleissignal digital bleibt, besteht keine Kurzschlussgefahr, und Funktionen bleiben im Halteabschnitt schaltbar. D&H-Sounddecoder unterstützen HLU.
Bremsen mit Gleichspannung (Brake-on-DC)
Ein Bremsverfahren, bei dem im Bremsabschnitt statt des Digitalsignals eine Gleichspannung am Gleis anliegt. Der Decoder erkennt den Wechsel von Digital- auf Gleichspannung und leitet eine Bremsung ein.
Nachteil: Wie beim Bremsgenerator besteht an der Trennstelle zwischen Digitalabschnitt und Gleichspannungsabschnitt Kurzschlussgefahr, wenn ein Fahrzeug beide Abschnitte gleichzeitig überbrückt.
Bremsrampe (konstanter Bremsweg)
Eine Funktion, bei der das Fahrzeug unabhängig von seiner aktuellen Geschwindigkeit immer an derselben Stelle zum Stehen kommt. Der Decoder berechnet für jede Fahrstufe automatisch die passende Verzögerung. Der Bremsweg wird einmalig bei Höchstgeschwindigkeit eingestellt (CV 154).
Langsamfahrt
Eine Funktion, bei der das Fahrzeug in einem bestimmten Gleisabschnitt automatisch auf eine reduzierte Geschwindigkeit abbremst, aber nicht anhält – zum Beispiel bei Weichen in abzweigender Lage (Signalbegriff Hp 2). Langsamfahrt ist mit ABC, HLU oder einem Bremsgenerator möglich.
Bremsmodul
Ein stationäres Gerät von D&H, das die asymmetrische Digitalspannung für bis zu 8 unabhängige Gleisabschnitte erzeugt – ohne dass Dioden von Hand verdrahtet werden müssen. Jeder Abschnitt kann einzeln auf Bremsen oder Langsamfahrt eingestellt werden.

Kommunikation und Rückmeldung

Loknummernrückmeldung (SX1)
Ein von Doehler & Haass erfundenes und ehemals patentiertes Verfahren, bei dem der Decoder seine Adresse über das Gleis an einen Rückmelder zurücksendet. So kann die Steuerungssoftware am PC erkennen, welches Fahrzeug sich in welchem Gleisabschnitt befindet – nicht nur ob ein Abschnitt belegt ist.
Das Grundprinzip – der Decoder sendet während einer kurzen Unterbrechung im Gleissignal Daten zurück – bildet die technologische Grundlage für das später von Lenz für DCC entwickelte RailCom-Verfahren.
RailCom® (BiDi, bidirektionale Kommunikation)
Ein von der Firma Lenz Elektronik für DCC entwickeltes Verfahren, bei dem der Decoder Informationen an die Digitalzentrale zurücksenden kann – normalerweise kann ein Decoder nur empfangen. Dadurch kann die Zentrale zum Beispiel die aktuelle Adresse des Decoders, seine Geschwindigkeit oder den Status einer Programmierung auslesen. Voraussetzung: Ein Cutout im Gleissignal.
Die zugrundeliegende Technologie – Rückmeldung des Decoders während einer Signalunterbrechung – wurde ursprünglich von Doehler & Haass als Loknummernrückmeldung für das SX1-Format erfunden.
RailCom® ist ein eingetragenes Warenzeichen der Firma Lenz Elektronik. In der D&H-Produkttabelle als „BiDi-tauglich“ gekennzeichnet.
Rückmelder (Belegtmelder)
Ein stationäres Gerät, das erkennt, ob sich ein Fahrzeug in einem bestimmten Gleisabschnitt befindet. Ein einfacher Belegtmelder erkennt nur „belegt“ oder „frei“. Ein Rückmelder mit Loknummernrückmeldung (SX1) oder RailCom (DCC) kann zusätzlich melden, welches Fahrzeug den Abschnitt belegt. Unverzichtbar für PC-gesteuerte Anlagen.
Cutout
Eine kurze Unterbrechung (ca. 500 µs) im DCC-Gleissignal, während der der Decoder seine RailCom-Rückmeldung senden kann. Das Digitalsystem muss den Cutout unterstützen, damit RailCom funktioniert. Während des Cutouts liegt keine Spannung am Gleis – deshalb reduziert sich die effektiv verfügbare Leistung um ca. 10%.

Elektrotechnik-Grundlagen

Volt (V) – Spannung
Die Maßeinheit für elektrische Spannung – vergleichbar mit dem Wasserdruck in einer Leitung. In den technischen Daten der Decoder finden Sie:
Max. Fahrspannung: Die höchste Spannung, die am Gleis anliegen darf (typisch 30 V, bei einigen kleinen Decodern 18 V).
Empfohlene Gleisspannung: 12–14 V für Spur Z, 14–18 V für Spur N/TT/H0.
Ampere (A) – Stromstärke
Die Maßeinheit für elektrischen Strom – vergleichbar mit der Wassermenge, die durch eine Leitung fließt. In den technischen Daten:
Gesamtbelastbarkeit: Der maximale Strom, den der Decoder insgesamt liefern kann (Motor + alle Ausgänge zusammen).
Max. Motorstrom: Der maximale Strom für den Motor allein.
Kleinere Werte (z.B. 150 mA, 300 mA) bezeichnen den maximalen Strom einzelner Funktionsausgänge. 1 A = 1000 mA.
Ohm (Ω) – Widerstand / Impedanz
Die Maßeinheit für elektrischen Widerstand. Bei Lautsprechern wird die Impedanz in Ohm angegeben (typisch 4, 6 oder 8 Ohm). Lautsprecher und Decoder müssen zusammenpassen – je niedriger die Impedanz, desto mehr Strom fließt und desto lauter ist der Sound, aber der Decoder wird auch stärker belastet.
Diode / Schottkydiode
Eine Diode lässt Strom nur in eine Richtung durch. Sie wird unter anderem für Bremsabschnitte benötigt.
Siliziumdiode: Die gängigste Bauform. Hat einen verhältnismäßig hohen Spannungsabfall (~0,7 V). Wird für die Asymmetrie-Bremsstrecke verwendet (4 Stück in Reihe).
Schottkydiode: Eine besonders schnelle Diode mit niedrigem Spannungsabfall (~0,3 V). Wird als Antiparalleldiode in der Asymmetrie-Bremsstrecke und als Einzeldiode für die SX-Bremsstrecke eingesetzt.
Kondensator / Puffer / Energiespeicher
Ein elektronisches Bauteil, das elektrische Energie kurzfristig speichern kann. In der Modellbahn dient ein Pufferkondensator (oder ein Energiespeicher wie der D&H SP05A) dazu, kurze Kontaktunterbrechungen am Gleis zu überbrücken – das Fahrzeug fährt auch über verschmutzte Gleise oder Weichenherzen ohne Aussetzer weiter, und der Sound spielt unterbrechungsfrei. Je größer die Kapazität (gemessen in µF oder F), desto länger hält der Puffer.
Achtung: Im DCC-Bereich werden Energiespeicher manchmal als „Power-Pack“ bezeichnet – nicht verwechseln mit dem D&H Power-Pack (Booster)!
Booster (Power-Pack)
Ein Leistungsverstärker, der die Digitalzentrale ergänzt. Er liefert zusätzlichen Fahrstrom für größere Anlagen, auf denen viele Fahrzeuge gleichzeitig fahren. Die Zentrale stellt das Gleissignal bereit, der Booster verstärkt es auf den nötigen Strom (z.B. 4 A beim D&H Power-Pack). Im SX-Bereich wird der Booster auch als „Power-Pack“ bezeichnet.
Achtung: Im DCC-Bereich bezeichnet „Power-Pack“ oft einen Energiespeicher (Pufferkondensator) – das ist etwas völlig anderes!

Sound

Soundprojekt
Ein Datensatz, der alle Geräusche und deren Zuordnung zu Fahrzuständen und Funktionstasten enthält – zum Beispiel Motorgeräusch, Pfiff, Bremsenquietschen, Ansagen. Das Soundprojekt wird über den D&H Programmer in den Sounddecoder oder das Soundmodul geladen. Für jede Lok-Baureihe gibt es ein eigenes Soundprojekt mit den originalen Geräuschen des Vorbilds. Die Soundprojekte stehen kostenlos zum Download bereit.
Abtastrate
Gibt an, wie oft pro Sekunde ein Geräusch beim Aufnehmen abgetastet wird. D&H-Sounddecoder verwenden 22 kHz (= 22.000 Abtastungen pro Sekunde). Je höher die Abtastrate, desto besser die Klangqualität – 22 kHz liefert gute Qualität bei geringem Speicherbedarf. Siehe auch Auflösung.
Auflösung (Bit-Tiefe)
Gibt an, wie fein die Lautstärke eines Klangs bei der Aufnahme abgestuft wird. D&H-Sounddecoder verwenden 16 Bit – das entspricht 65.536 Lautstärkestufen und liefert eine Klangqualität vergleichbar mit einer Audio-CD. Doehler & Haass war der erste Anbieter im deutschsprachigen Raum, der 16-Bit-Sound serienmäßig in Modellbahn-Sounddecodern angeboten hat. Zusammen mit der Abtastrate bestimmt die Auflösung die Gesamtqualität des Sounds.
Soundkanal
Ein Soundkanal kann ein Geräusch gleichzeitig und unabhängig von anderen Kanälen wiedergeben. D&H-Sounddecoder besitzen 8 Kanäle – das bedeutet, es können bis zu 8 verschiedene Geräusche gleichzeitig erklingen (z.B. Motorgeräusch + Pfiff + Bremsen + Ansage).
Lautsprecher / Schallbox
Der Lautsprecher wandelt das elektrische Signal des Sounddecoders in hörbaren Schall um. Die Größe und Impedanz (Ohm) müssen zum Decoder und zum verfügbaren Einbauplatz passen.
Eine Schallbox ist ein kleines Gehäuse, das den Lautsprecher umschließt und den Klang verbessert – ähnlich dem Gehäuse einer Lautsprecherbox bei einer Stereoanlage. Bei manchen Lautsprechern (z.B. LS1412/LS1412S) ist keine Schallbox erforderlich.

Hardware-Begriffe

ASIC
Ein von D&H selbst entwickelter und extern gefertigter Mikrochip, der das Super-Soft-Drive-Verfahren implementiert. Der ASIC ist das Herzstück jedes D&H-Decoders. Die Beschriftung auf dem ASIC (z.B. „D&H-2 SDH119“) dient zur Identifikation des Decoders – siehe auch die Identifikationstabelle in den Häufigen Fragen.
Mikrocontroller
Ein kleiner Computer-Chip auf dem Decoder, der das Digitalsignal am Gleis empfängt, decodiert und die CV-Einstellungen verwaltet. Der Mikrocontroller arbeitet zusammen mit dem ASIC – der Mikrocontroller übernimmt die Kommunikation, der ASIC die Motorsteuerung.
Leiterplatte (Lokplatine)
Die Elektronikplatine im Fahrzeug, auf der die Schnittstelle für den Decoder sitzt. In vielen Fahrzeugen ist bereits eine Schnittstelle vorhanden – der Decoder wird dann einfach eingesteckt. Bei älteren Fahrzeugen ohne Schnittstelle muss der Decoder direkt an die Kabel des Motors und der Beleuchtung angelötet werden.