Häufige Fragen
Wo erhalte ich die Doehler & Haass-Lokdecoder?
Wo erhalte ich die Komponenten des Digitalsystems?
Wie hoch sind die Versandkosten?
Wie erkenne ich die Lokdecoderserie?
Wie führe ich ein Decoder-Update durch?
Wie aktiviere ich die niederfrequente Motoransteuerung?
Was muss ich bei Glockenankermotoren beachten?
Wie kann ich die Motorregelung gezielt konfigurieren?
Wie kann ich die vordere bzw. die hintere Lokbeleuchtung gezielt ausschalten?
Wie wird die Lokbeleuchtung von Spur Z-Modellen angeschlossen?
Unterstützen Ihre Lokdecoder das Verfahren der SX1-Loknummernrückmeldung?
Welche Dioden können als SX-Bremsdioden eingesetzt werden?
Wo erhalte ich die Doehler & Haass-Lokdecoder?
Die Lokdecoder können direkt bei der Firma Doehler & Haass per E-Mail bestellt werden und sind zusätzlich im ausgewählten Fachhandel erhältlich.
Wo erhalte ich die Komponenten des Digitalsystems?
Die Komponenten können bei der Firma MTTM bestellt werden und werden in Kürze ebenfalls direkt bei der Firma Doehler & Haass per E-Mail bestellbar und zusätzlich im ausgewählten Fachhandel erhältlich sein.
Wie hoch sind die Versandkosten?
Für den Versand von Lokdecodern fallen keine weiteren Versand- oder Verpackungskosten an.
Für den Versand der Komponenten des Digitalsystems berechnen wir 5,00 Euro für Versand und Verpackung.
Wie läuft die Zahlung ab?
Mit der Lieferung erhalten Sie eine Rechnung, die Sie bitte innerhalb von 14 Tagen per Banküberweisung begleichen wollen.
Wie erkenne ich die Lokdecoderserie?
Die Lokdecoder der verschiedenen Lokdecoderserien sehen sich ziemlich ähnlich. Wir haben uns daher entschlossenen, Ihnen folgende Tabelle mit Unterscheidungsmerkmalen bereitzustellen um Ihnen bei der Identifierung Ihrer Doehler & Haass-Lokdecoder behilflich zu sein:
| Lokdecoder |
Version CV 7 |
Artikel par102 |
Version par103 |
Beschriftung ASIC |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| DHP160 | 8 bzw. 7* | 16 | 8 bzw. 7* |
DH-5A |
||
| DHP250 | 8 bzw. 7* | 25 | 8 bzw. 7* |
D & H SDH112.5 xxyy |
oder |
DH-5A SDH112 © xxyy |
| DHP260 | 8 bzw. 7* | 26 | 8 bzw. 7* |
D & H SDH112.5 xxyy |
||
| FH05A | 1 | 40 | 1 |
D&H-3B SDH117 © xxyy |
||
| DH05A | 1 | 50 | 1 |
D&H-4A SDH117 © xxyy |
||
| DH10A | 1 | 100 | 1 |
D&H-4A SDH117 © xxyy |
||
| DH05B | 2 | 51 | 2 |
D&H-4B SDH117 © xxyy |
oder |
D&H-4C SDH117 © xxyy |
| DH10B | 2 | 101 | 2 |
D&H-4B SDH117 © xxyy |
oder |
D&H-4C SDH117 © xxyy |
* Frühere Lokdecoder der DHP-Lokdecoderserie wurden mit der Firmware-Version 7 ausgeliefert. Diese ist mittlerweile veraltet. Neuere Lokdecoder der DHP-Lokdecoderserie wurden bereits mit der Firmware-Version 8 ausgeliefert.
xx steht für das Herstellungsjahr des ASIC. Dieser Wert ist variabel.
yy steht für die Herstellungswoche des ASIC. Dieser Wert ist variabel.
Wie führe ich ein Decoder-Update durch?
Das Update ist im eingebauten Zustand des Decoders auf dem Gleis möglich (kein Öffnen der Lok notwendig) und erfolgt entweder über die FCC-Digitalzentrale (der Firmware-Download aus dem Internet ist kostenlos), oder falls keine FCC-Digitalzentrale zur Verfügung steht, mittels eines Update-Programmers, den die Firma Doehler & Haass auf Anfrage leihweise zur Verfügung stellt.
Wie aktiviere ich die niederfrequente Motoransteuerung?
Unglücklicherweise unterscheidet sich die genaue Vorgehensweise je nach eingesetzter Lokdecoderserie. Aus technischen Gründen können wir Ihnen daher leider kein einheitliches Verfahren aufzeigen.
Fall 1 (DHL-Lokdecoderserie):
Alle Lokdecoder der DHL-Lokdecoderserie unterstützen die niederfrequente Motoransteuerung seit Beginn der Auslieferung.
Gehen Sie hierzu bitte wie folgt vor:
SX1-Programmierung:
- Programmieren Sie die Regelvariante 1 bei den erweiterten Einstellungen.
- Programmieren Sie eine Impulsbreite von 1 bis 4 bei den Grundeinstellungen.
DCC-Programmierung:
- Programmieren Sie in die CV 50 „Regelvariante“ den Wert 0.
- Programmieren Sie in die CV 49 „Impulsbreite“ einen Wert von 0 bis 3.
Fall 2 (DHP-Lokdecoderserie):
Alle Lokdecoder der DHP-Lokdecoderserie unterstützen die niederfrequente Motoransteuerung ab Firmware-Version 8.
Gehen Sie hierzu bitte wie folgt vor:
- Programmieren Sie in die CV 50 (par052) „Regelvariante“ den Wert 0.
- Programmieren Sie in die CV 56 (par056) „Motorregelung Proportionalteil“ den Wert 0.
- Programmieren Sie in die CV 59 (par059) „Motorregelung Impulsbreite“ einen Wert von 0 bis 7.
Aus technischen Gründen müssen Sie zur Aktivierung der niederfrequenten Motoransteuerung die DCC-CV-Programmierung bzw. die SX2-Parameter-Programmierung (in Klammern) nutzen. Wenn Sie den Lokdecoder anschließend wieder mit der SX1-Programmierung einstellen, verbleibt die niederfrequente Motoransteuerung dennoch aktiviert!
Fall 3 (DH-Lokdecoderserie):
Alle Lokdecoder der DH-Lokdecoderserie unterstützen die niederfrequente Motoransteuerung ab Firmware-Version 1.05 bzw. 2.03.
Gehen Sie hierzu bitte wie folgt vor:
- Programmieren Sie in die CV 9 (par054) „Motorfrequenz“ den Wert 2.
- Programmieren Sie die Regelvariante und die Impulsbreite wie gewohnt.
Aus technischen Gründen müssen Sie zur Aktivierung der niederfrequenten Motoransteuerung die DCC-CV-Programmierung bzw. die SX2-Parameter-Programmierung (in Klammern) nutzen. Wenn Sie den Lokdecoder anschließend wieder mit der SX1-Programmierung einstellen, verbleibt die niederfrequente Motoransteuerung dennoch aktiviert!
Wichtig: Beginnen Sie beim Testen der Impulsbreite jeweils mit dem kleinsten Wert und beobachten Sie das Fahrverhalten Ihrer Lokomotive. Wenn Sie eine zu große Impulsbreite auswählen wird dies dazu führen, dass Ihre Lokomotive bei kleineren Fahrstufen ruckelt. Vermeiden Sie daher unbedingt zu große Werte!
Was muss ich bei Glockenankermotoren beachten?
Alle Lokdecoder der DHL-Lokdecoderserie, der DHP-Lokdecoderserie und der DH-Lokdecoderserie unterstützen die Ansteuerung von Glockenankermotoren seit Beginn der Auslieferung.
Gehen Sie hierzu bitte wie folgt vor:
SX1-Programmierung:
- Programmieren Sie die Regelvariante 4 bei den erweiterten Einstellungen.
- Programmieren Sie die Impulsbreite 1 bei den Grundeinstellungen.
- Sollte das Fahrverhalten Ihrer Lokomotive ungleichmäßig sein, programmieren Sie die Regelvariante 3 bei den erweiterten Einstellungen.
- Sollte das Motorgeräusch Ihrer Lokomotive zu schrill oder aufdringlich sein, programmieren Sie die Impulsbreite 2 bei den Grundeinstellungen.
DCC-Programmierung (SX2-Programmierung):
- Programmieren Sie in die CV 50 (par052) „Regelvariante“ den Wert 3.
- Programmieren Sie in die CV 49 (par053) „Impulsbreite“ den Wert 0.
- Sollte das Fahrverhalten Ihrer Lokomotive ungleichmäßig sein, programmieren Sie in die CV 50 (par052) „Regelvariante“ den Wert 2.
- Sollte das Motorgeräusch Ihrer Lokomotive zu schrill oder aufdringlich sein, programmieren Sie in die CV 49 (par053) „Impulsbreite“ den Wert 1.
Für den Fall, dass Sie die Lokdecoderprogrammierung mittels der SX2-Parameterprogrammierung durchführen möchten, stehen die hierzu erforderlichen SX2-Parameter in Klammern hinter den entsprechenden DCC-CV. Die zu programmierenden Werte in jedoch in jedem Falle identisch.
Wie kann ich die Motorregelung gezielt konfigurieren?
Die Lokdecoder der Firma Doehler & Haass nutzen Super-Soft-Drive, ein spezielles Motoransteuerungs- und Regelungsverfahren.

Die Motoransteuerung zeichnet sich durch Impulse fester zeitlicher Dauer, der Impulsbreite, und Pulspausen variabler zeitlicher Dauer aus. Die Impulse sind ferner mit einer Pulsweitenmodulation (PWM) variablem Tastgrads aber fester Frequenz (16 oder 32 kHz) überlagert. Die Pulspausen werden als Proportionalteil bezeichnet und betragen in ihrer zeitlichen Dauer stets ein Vielfaches der Messzeit.
Das Regelungsverfahren bildet für jede der intern 127 möglichen Fahrstufen in Abhängigkeit von der eingestellten Fahrzeughöchstgeschwindigkeit eine Spannung, Vsoll, welche neben der zu messenden Gegen-EMK des Motors einem Analogkomparator zugeführt wird.
Nach jedem Impuls wird, nach dem Ausschwingen der Motorinduktivität, während eines bestimmten Zeitfensters, der Messzeit, die Gegen-EMK kontinuierlich überwacht. Überschreitet diese den Sollwert, beginnt dieses Zeitfenster erneut, bis während eines Zeitfensters keine Überschreitung mehr auftritt. Auf diese Weise erfolgt eine Filterung der Gegen-EMK. Die Zeitspanne, welche vom Beginn der ersten Messung bis zum endgültigen Erreichen des Sollwerts verstreicht, stellt den ermittelten Proportionalteil dar. Während dieser Zeitspanne sinkt die Gegen-EMK von ihrem anfänglichem Maximalwert direkt nach dem Ende des Impulses, Vmax, auf den vorgegebenen Sollwert, Vsoll, ab.
Die Abweichung des gemessenen Proportionalteils von dem im Regelparameter vorgegebenen Sollwert wird von dem Regelungsverfahren ausgeglichen. Dies geht dabei so vor, dass im Falle eines zu kleinen Istwerts, der Motor dreht also zu langsam, der Tastgrad der überlagerten Pulsweitenmodulation (PWM) vergrößert und im Falle eines zu großen Istwerts, der Motor dreht also zu schnell, der Tastgrad verkleinert wird. Wie stark diese Veränderung des Tastgrads ausfällt, hängt von der eingestellten Integrationskonstante, dem Integralteil, ab.
Intern nutzen die Lokdecoder der DHP- und der DH-Lokdecoderserie somit die vier folgenden Regelparameter mit Angabe ihres zulässigen Wertebereichs:
| Beschreibung | DCC-CV | SX2-PA | Wertebereich |
|---|---|---|---|
| Proportionalteil | CV 56 | par056 | 0 bis 7 |
| Integralteil | CV 57 | par057 | 0 bis 3 |
| Messzeit | CV 58 | par058 | 0 bis 3 |
| Impulsbreite | CV 59 | par059 | 0 bis 7 |
Generell lässt sich Folgendes verallgemeinern:
- Je größer der Motor, desto größer die Impulsbreite.
- Eine geringere Messzeit kann bei hochwertigen Motoren (zum Beispiel Glockenankermotoren) gewählt werden und ein hoher Wert muss bei starker Polfühligkeit des Motors (vor Allem bei billigen Motoren) gewählt werden.
- Ein größerer Proportionalteil führt zu einem größeren Fahrgeräusch.
- Je größer der Integralteil, desto weicher die Regelung (zum Beispiel sanfteres, nicht so ruckartiges Anfahren).
Die vom Anwender in der CV 50 (par052) auswählbare Regelvariante bildet somit lediglich Standardwerte für diese unabhängigen Regelparameter ab. Durch Programmierung der Regelvariante 0 können Sie diesen Mechanismus umgehen und dadurch die einzelnen Werte für diese Parameter separat selbst festlegen.
Die Standardwerte sehen für die Lokdecoder der DHP- und der DH-Lokdecoderserie (außer DH05A und DH10A) wie folgt aus:
| Regelvariante | Messzeit | Integralteil | Proportionalteil | Impulsbreite |
|---|---|---|---|---|
| 0 | CV 58 (par058) | CV 57 (par057) | CV 56 (par056) | CV 59 (par059) |
| 1 | 2 | 0 | 7 | CV 49 (par053) |
| 2 | 1 | 3 | 3 | CV 49 (par053) |
| 3 | 1 | 3 | 1 | CV 49 (par053) |
Für die Lokdecoder DH05A und DH10A weichen die Standardwerte ab und sehen daher wie folgt aus:
| Regelvariante | Messzeit | Integralteil | Proportionalteil | Impulsbreite |
|---|---|---|---|---|
| 0 | CV 58 (par058) | CV 57 (par057) | CV 56 (par056) | CV 59 (par059) |
| 1 | 1 | 0 | 7 | CV 49 (par053) |
| 2 | 0 | 2 | 4 | CV 49 (par053) |
| 3 | 0 | 3 | 2 | CV 49 (par053) |
Sobald die Regelvariante 0 festgelegt wurde, wird die Impulsbreite nicht mehr aus der CV 49 (par053) sondern aus der CV 59 (par059) entnommen. Folgende Werte entsprechen einander:
| CV 49 (par053) | CV 59 (par059) | Impulsbreite |
|---|---|---|
| nicht auswählbar | 0 | 250 us |
| nicht auswählbar | 1 | 500 us |
| 0 | 2 | 1 ms |
| 1 | 3 | 2 ms |
| 2 | 4 | 4 ms |
| 3 | 5 | 8 ms |
| nicht auswählbar | 6 | 16 ms |
| nicht auswählbar | 7 | 32 ms |
Die DH-Lokdecoderserie besitzt ferner noch einen fünften Parameter, welcher die Frequenz der überlagerten Pulsweitenmodulation (PWM) beeinflusst. Folgende Werte stehen hierfür zur Wahl:
| CV 9 (par054) | Motorfrequenz |
|---|---|
| 0 | 32 kHz |
| 1 | 16 kHz |
| 2 | niederfrequent |
16 kHz sind für junge Menschen deutlich hörbar und erzeugen ein störendes Geräusch, sind jedoch für die Verlustleistung der Motorbrücke besser (weniger Schaltvorgänge).
Bei der DHP-Lokdecoderserie beträgt die Motorfrequenz stets 32 kHz.
Die Lokdecoder der DHL-Lokdecoderserie erlauben leider keine gezielte Konfiguration der Motorregelung.
Tipp: Testen Sie die drei verfügbaren Standard-Regelvarianten durch. Die Regelvariante, welche am ehesten dem von Ihnen gewünschten Fahrverhalten entspricht legen Sie für Ihre weiteren Versuche zu Grunde. Wählen Sie nun die Regelvariante 0 aus und übernehmen Sie die Standardwerte für die einzelnen Regelparameter aus der oben angegebenen Tabelle. Nun können Sie schrittweise für jeden einzelnen Regelparameter abweichende Werte ausprobieren und die Werte behalten, welche Sie so ermittelt haben und Ihrer Meinung nach zu einem besseren Fahrverhalten führen.
Wie kann ich die vordere bzw. die hintere Lokbeleuchtung gezielt ausschalten?
Dies ist mit Lokdecodern der DHP-Lokdecoderserie ab Firmware-Version 8 bzw. mit Lokdecodern der DH-Lokdecoderserie seit Beginn der Auslieferung möglich geworden.
Treffen Sie hierzu zunächst bitte die folgenden Vorbereitungen:
- Schließen Sie das vordere weiße Spitzenlicht an den Anschluss „LV“des Digitaldecoders an.
- Schließen Sie das hintere weiße Spitzenlicht an den Anschluss „LR“ des Digitaldecoders an.
- Schließen Sie das vordere rote Schlusslicht an den Anschluss „AUX1“ des Digitaldecoders an.
- Schließen Sie das hintere rote Schlusslicht an den Anschluss „AUX2“ des Digitaldecoders an.
Nun gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, die Lokbeleuchtung zu schalten.
Fall 1: Sie möchten mittels der Funktion F0 (Licht) sowohl das weiße Spitzen- als auch das rote Schlusslicht der Lokomotive schalten. Die vordere Beleuchtung soll nun mittels der Funktion F2 abschaltbar und die hintere Beleuchtung mittels der Funktion F3 abschaltbar gemacht werden.
Gehen Sie hierzu bitte wie folgt vor:
- Programmieren Sie in die CV 33 (par061) „Function Mapping F0 vorwärts“ den Wert 9.
- Programmieren Sie in die CV 34 (par062) „Function Mapping F0 rückwärts“ den Wert 6.
- Programmieren Sie in die CV 35 (par063) „Function Mapping F1“ den Wert 0.
- Programmieren Sie in die CV 36 (par064) „Function Mapping F2“ den Wert 0.
- Programmieren Sie in die CV 37 (par065) „Function Mapping F3“ den Wert 0.
- Programmieren Sie in die CV 113 (par024) „Ausschaltfunktion Licht vorne“ den Wert 2.
- Programmieren Sie in die CV 114 (par025) „Ausschaltfunktion Licht hinten“ den Wert 4.
- Programmieren Sie in die CV 115 (par026) „Ausschaltfunktion AUX1“ den Wert 2.
- Programmieren Sie in die CV 116 (par027) „Ausschaltfunktion AUX2“ den Wert 4.
Sie können nun mittels der Funktion F0 (Licht) das Spitzen- und das Schlusslicht der Lokomotive einschalten und mittels der Funktion F2 die vordere Beleuchtung und mittels der Funktion F3 die hintere Beleuchtung gezielt ausschalten.
Fall 2: Sie möchten mittels der Funktion F0 (Licht) das weiße Spitzenlicht der Lokomotive schalten. Das rote Schlusslicht der Lokomotive möchten Sie hingegen mittels der Funktion F1 schalten. Die vordere Beleuchtung soll nun mittels der Funktion F2 abschaltbar und die hintere Beleuchtung mittels der Funktion F3 abschaltbar sein.
Gehen Sie hierzu bitte wie folgt vor:
- Programmieren Sie in die CV 33 (par061) „Function Mapping F0 vorwärts“ den Wert 1.
- Programmieren Sie in die CV 34 (par062) „Function Mapping F0 rückwärts“ den Wert 2.
- Programmieren Sie in die CV 35 (par063) „Function Mapping F1 vorwärts“ den Wert 8.
- Programmieren Sie in die CV 47 (par075) „Function Mapping F1 rückwärts“ den Wert 4.
- Programmieren Sie in die CV 36 (par064) „Function Mapping F2“ den Wert 0.
- Programmieren Sie in die CV 37 (par065) „Function Mapping F3“ den Wert 0.
- Programmieren Sie in die CV 113 (par024) „Ausschaltfunktion Licht vorne“ den Wert 2.
- Programmieren Sie in die CV 114 (par025) „Ausschaltfunktion Licht hinten“ den Wert 4.
- Programmieren Sie in die CV 115 (par026) „Ausschaltfunktion AUX1“ den Wert 2.
- Programmieren Sie in die CV 116 (par027) „Ausschaltfunktion AUX2“ den Wert 4.
Sie können nun mittels der Funktion F0 (Licht) das Spitzenlicht und mittels der Funktion F1 das Schlusslicht der Lokomotive einschalten und mittels der Funktion F2 die vordere Beleuchtung und mittels der Funktion F3 die hintere Beleuchtung gezielt ausschalten.
Für den Fall, dass Sie die Lokdecoderprogrammierung mittels der SX2-Parameterprogrammierung durchführen möchten, stehen die hierzu erforderlichen SX2-Parameter in Klammern hinter den entsprechenden DCC-CV. Die zu programmierenden Werte in jedoch in jedem Falle identisch.
Sollte die Beleuchtung nicht wie erwarten ein- bzw. ausschaltbar sein, kontrollieren Sie bitte nochmals die korrekte Verdrahtung innerhalb der Lokomotive und stellen Sie sicher, dass in allen relevanten DCC-CV bzw. SX2-Parametern die erforderlichen Werte programmiert sind.
Wie wird die Lokbeleuchtung von Spur Z-Modellen angeschlossen?
Spur Z-Lokomotiven können zwei verschiedene Schaltungsvarianten der Beleuchtung besitzen.
Fall 1: Im ersten Fall sind herkömmliche Glühlampen bzw. LED verbaut, welche einen gemeinsamen Masseanschluss mit einer Gleispolarität bilden. Der jeweils andere Anschluss der Glühlampe bzw. LED (Vorwiderstand nicht vergessen!) kann problemlos mit einem Digitaldecoder verbunden und somit geschaltet werden.
Hierfür bot die Firma Doehler & Haass den Lokdecoder DHL050 an, welcher heute werkseitig ausverkauft ist. Als Ersatztypen können wir Ihnen die Lokdecoder der Serie DH05 anbieten, welche sehr viele zusätzliche Funktionen bereitstellen.
Eine getrennte Schaltung der Spitzen- und Schlussbeleuchtung ist mit dieser Schaltungsvariante problemlos realisierbar. Gehen Sie hierzu bitte wie in der Bedienungsanleitung beschrieben vor und beachten Sie auch die oben erwähnten Tipps zur Programmierung von Doehler & Haass-Lokdecodern, falls die vordere bzw. die hintere Lokbeleuchtung gezielt ausschaltbar sein soll.
Fall 2: Im zweiten Fall sind spezielle Duo-LED verbaut, welche durch Umpolung ihrer Versorgungsspannung ihre Farbe wechseln. Beide Anschlüsse der Duo-LED müssen direkt mit einem speziellen Lokdecoder verbunden werden, welcher auch integrierte Vorwiderstände für die LED besitzt! Hierfür bot die Firma Doehler & Haass den Lokdecoder DHL055 an, welcher heute ebenfalls werkseitig ausverkauft ist. Es existieren leider keine Ersatztypen für diesen speziellen Lokdecoder!
Allerdings können wir Ihnen auch hier die Lokdecoder der Serie DH05 anbieten, welche gemäß des folgenden Schemas anzuschließen sind:

Für die Widerstände „R“ wählen Sie bitte einen Wert ab circa 1,5 kΩ bei einer Gleisspannung von etwa 12 Volt beziehungsweise einen Wert ab circa 3,3 kΩ bei einer Gleisspannung von etwa 18 Volt. Herkömmliche kleine Widerstände mit 100 mW Leistung sind für diesen Einsatz ausreichend.
Eine getrennte Schaltung der Spitzen- und Schlussbeleuchtung ist mit dieser Schaltungsvariante aus technischen Gründen leider nicht realisierbar.
Überprüfen Sie daher bitte vor dem Digitalumbau die Schaltung Ihrer Spur Z-Lokomotive. Sollte ein gemeinsamer Masseanschluss der Beleuchtung vorhanden sein, handelt es sich um die erste Schaltungsvariante, welche problemlos, und ohne weiteren Bauteileaufwand, digitalisierbar ist.
Unterstützen Ihre Lokdecoder das Verfahren der SX1-Loknummernrückmeldung?
Bei dem Verfahren der SX1-Loknummernrückmeldung handelt es sich um eine patentierte Entwicklung der Firma Doehler & Haass. Insofern unterstützen fast alle Lokdecoder aus unserem Hause diese Funktionalität seit deren Erscheinung.
Wenn Sie unsere aktuellen Lokdecoder im SX1-Betrieb mittels SX1-Programmierung einsetzen möchten, ist die Loknummernrückmeldung standardmäßig aktiviert.
Sollten Sie jedoch unsere aktuellen Lokdecoder im SX1-Betrieb mittels SX2-Parameterprogrammierung einsetzen möchten, haben Sie die Möglichkeit mittels SX2-Parameter 006 selbst festzulegen, ob die SX1-Loknummernrückmeldung aktiviert werden soll oder nicht.
Wichtig: Es ist dringend anzuraten, bei Doppel- bzw. Mehrfachtraktionen, bei denen mehrere Lokomotiven durch dieselbe SX1-Lokadresse angesprochen werden, nur die erste Lokomotive mit aktivierter SX1-Loknummernrückmeldung einzusetzen. Sofern mehr als eine Lokomotive mit derselben Adresse die SX1-Loknummernrückmeldung auf demselben Gleisabschnitt einsetzt, könnte es aus technischen Gründen dazu kommen, dass sich die Loknummernimpulse gegenseitig überlagen und somit aufheben und dadurch die Rückmeldung erlischt!
Wir haben übrigens dieses Rückmeldeverfahren durch die Einführung des SX2-Digitalsystems in einem ersten Schritt dahingehend so erweitert, dass die SX1-Loknummernrückmeldung nun ebenfalls in Multiprotokolldigitalsystemen einsetzbar ist.
So kann beispielsweise unser Belegtmelder in Verbindung mit unserer FCC-Digitalzentrale auch dann noch die SX1-Loknummern zurückmelden, wenn am Gleis zusätzlich SX2-Datenpakete oder sogar auch DCC- oder MM-Datenpakete mit vorhanden sind. Dies ist mit anderen Digitalsystemen so zurzeit nicht möglich.
Welche Dioden können als SX-Bremsdioden eingesetzt werden?
Bei der Wahl der Bremsdiode ist auf eine kurze Erholzeit und den vermutlichen Maximalstrom zu achten. Schottkydioden haben prinzipiell eine sehr kurze Erholzeit und sind bestens geeignet.
Hier eine kleine Auswahl:
| Typ | U [V] | I [A] | trr [ns] | ca. Preis |
|---|---|---|---|---|
| Schottkydioden: | ||||
| 1N5818 | 50 | 1,0 | < 50 | 0,19 |
| STPS2L60 | 60 | 2,0 | < 50 | 0,52 |
| 31DQ04 | 40 | 3,3 | < 50 | 0,49 |
| 50SQ060 | 60 | 5,0 | < 50 | 2,10 |
| 80SQ035 | 35 | 8,0 | < 50 | 1,90 |
| 1N5821 | 30 | 3,0 | < 50 | 0,57 |
| MBR1100TR | 100 | 1,0 | < 50 | 0,14 |
| MBR360 | 60 | 3,0 | < 50 | 0,28 |
| Andere schnelle Dioden: | ||||
| UF4003 | 200 | 1,0 | 0,09 | |
| UF5405 | 3,0 | 0,33 | ||
| UF102 | 200 | 1,0 | 50 | 0,18 |
| UF304 | 400 | 3,0 | 50 | 0,46 |
| SF38G | 600 | 3,0 | 35 | 0,29 |
| SF12G | 100 | 1,0 | 30 | 0,11 |
| BA157 | 400 | 1,0 | 30 | 0,07 |
| 1N4934 | 100 | 1,0 | 30 | |
Sofern Sie eine Diode verwenden möchten, welche nicht in dieser Auswahl enthalten ist, teilen Sie uns bitten den Type mit. Wir werden diesen dann prüfen und bei Eignung ebenfalls in die Auswahl mit aufnehmen.